Collage aus drei Bildern einer Debattenveranstaltung auf einer Bühne vor weißem Hintergrund. Das obere Bild zeigt die Gesamtszene mit zwei Zweierteams an Tischen; ein:e Teilnehmer:in auf der rechten Seite spricht gestikulierend in ein Mikrofon. Die unteren Detailaufnahmen zeigen das Pro-Team beim konzentrierten Mitschreiben sowie das Kontra-Team während eines Redebeitrags mit erhobenem Zeigefinger.Am Dienstag, dem 13. Januar, wurde die Mensa in der 4. und 5. Stunde zum Ort intensiver Auseinandersetzung. Beim Schulentscheid des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ stand das sachliche Argument im Mittelpunkt – ebenso wie die Bereitschaft, einander zuzuhören.

Zu Beginn bearbeiteten alle Teilnehmenden eine Argumentationsfrage zur Absenkung des Wahlalters auf sieben Jahre. In klar strukturierten Beiträgen entwickelten sie ihre Positionen und kamen geschlossen zu einer ablehnenden Haltung, die jeweils unterschiedlich begründet wurde. Bereits hier zeigte sich, wie sehr der Wettbewerb dazu anregt, Gedanken zu ordnen und verständlich zu formulieren.

Es folgte eine Entscheidungsfrage zur Verantwortung von Schüler:innen für die Reinigung ihrer Schule. In ihren begründeten Stellungnahmen wurde deutlich, wie reflektiert die Teilnehmenden schulische Gemeinschaft und Verantwortung denken. Auf Grundlage dieser Vorrundenbeiträge wählte die Jury vier Schüler:innen aus, die argumentativ besonders überzeugten.

Diese vier trafen in der vorbereiteten Finaldebatte aufeinander. Diskutiert wurde die Frage, ob für das Führen eines E-Scooters ein Führerschein vorgeschrieben sein sollte. Die Wortbeiträge waren strukturiert, bezogen sich aufeinander und machten unterschiedliche Perspektiven sichtbar. Während der Beiträge herrschte konzentrierte Ruhe, nach den einzelnen Runden sorgten Applaus und Jubel für eine dichte, wertschätzende Atmosphäre. Einzelne Kurse und Klassen begleiteten ihre Mitschüler:innen als aufmerksames Publikum.

Die Jury bestand aus Abteilungsleiter Andreas Repp, den Deutschlehrer:innen Silvia Hartmann und Georg Münz sowie Eduard Rische aus der Jahrgangsstufe 13. Bewertet wurde nach festen Kriterien wie Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Den ersten Platz belegte Flynn Manz aus der Klasse 10. Janne Frieda Waardenburg und Paul Steingaß aus der Klasse 8a erreichten den zweiten und dritten Platz. Da zwei Teilnehmer:innen weiterziehen, qualifizieren sich Flynn Manz und Janne Frieda Waardenburg für den Regionalentscheid.

Der Schulentscheid machte eindrucksvoll deutlich, welchen Stellenwert „Jugend debattiert“ im Schulalltag hat. Er schafft Räume, in denen Meinungen begründet vertreten, Unterschiede ausgehalten und gemeinsame Maßstäbe des fairen Austauschs eingeübt werden – eine Debattenkultur, die weit über diesen Wettbewerbstag hinaus wirkt.