Schulprogramm

Arbeitsfassung Stand Januar 2020

Die Gesamtschule Waldbröl ist eine Schule des Gemeinsamen Lernens.

Inklusive Bildung gehört für uns daher selbstverständlich zum schulischen Alltag und ist konzeptionell in unser Schulprogramm integriert.

Dieses Schulprogramm enthält die gemeinsam erarbeiteten Grundlagen unserer Arbeit, drückt unsere pädagogische Haltung aus und ist somit die Basis für unser Handeln in der Schule.

Da es gleichzeitig den fortlaufenden Prozess unserer Schulentwicklung abbildet, enthält das Schulprogramm auch Darstellungen aktueller Entwicklungsvorhaben und wird regelmäßig überprüft, verändert oder erweitert.

Inhalt:

  1. Leitgedanken
  2. Das Team – die pädagogische und organisatorische Basis unserer Schule
  3. Classroom-Management: Struktur und Transparenz für unsere Schülerinnen und Schüler
  4. Förderung der Fach- und Lernkompetenz
  5. Förderung der Selbstkompetenz
  6. Unser Selbstverständnis als Gute Gesunde Schule
  7. Konzeptionelle Überlegungen zum Gemeinsamen Lernen im Rahmen der Inklusion
  8. Berufsorientierung und Gestaltung von Übergängen – Unser Berufsorientierungskonzept
  9. Kooperationen
  10. Aktuelle Schulentwicklungsvorhaben – Planungen, Fortbildungen und Evaluationen

Leitgedanken

Unsere Schule ist ein Raum für gesundes Lernen und Leben, in dem wir uns wohlfühlen und in dem wir gerne arbeiten, lernen und uns begegnen können.

Unser Zusammenleben ist geprägt durch einen solidarischen, demokratischen, toleranten und freundlichen Umgang miteinander sowie durch gelebte Verantwortungs- und Leistungsbereitschaft. Auf die Regel-Hand haben wir uns gemeinsam geeinigt und diese Werte beachten wir alle.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen gefördert und gefordert werden. Es ist uns wichtig, dass sie ihre Talente entdecken und sie in ihren Stärken gestärkt werden. Diesbezüglich hat die Förderung der musischen, gesundheitsförderlichen wie auch sprachlichen und forschend-entwickelnden Aktivitäten bei uns einen hohen Stellenwert, was sich so auch in unseren Profilklassen widerspiegelt.

Wir schaffen Strukturen, in denen jede/r eigenverantwortlich und selbstgesteuert lernen und handeln kann.

Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, ihrer Berufsplanung und ihrer individuellen Profilbildung und möchten die Basis schaffen für lebenslanges Lernen, lebenslange Lernbereitschaft und ein gesundes wie nachhaltiges Leben.

An unserer Schule ist der pädagogische gestaltete Ganztag Lebens-, Begegnungs- und Erfahrungsraum, der Lernen im ganzheitlichen Sinne ermöglicht. Ernährung, Ruhe und Bewegung sollen hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Wir fördern die Kooperation mit vielfältigen Partnern am Ort und in der Region.

Das Team – die pädagogische und organisatorische Basis unserer Schule

Unser Verständnis einer Teamschule

Den Anforderungen an Schule in Gegenwart und Zukunft ist in kooperativen Strukturen eines Teams am überzeugendsten zu begegnen. Aus diesem Grund versteht sich diese Schule in ihrer Arbeitsorganisation und Entscheidungsstruktur als Teamschule. Jede Lehrerin und jeder Lehrer gehört unterschiedlichen Teams an.
Eine Teamschule erfordert Kommunikation, Offenheit und Verantwortungsbereitschaft. Die Verlagerung von aufgabenbezogenen Entscheidungen auf das Team ermöglicht Spielraum für eigene Ideen, Selbstverantwortung und Unabhängigkeit und damit Identifikation und erhöhte Bereitschaft, sich für die gemeinsamen Aufgaben und Ziele einzusetzen. Das Team bedeutet Entlastung durch Arbeitsteilung sowie gesicherte Qualität durch die Verbindlichkeit den Teammitgliedern gegenüber.
Die Verbindlichkeit gegenüber dem Schulprogramm bestimmt das Handeln. Dabei bleibt genug Spielraum für die besonderen Fähigkeiten einzelner und deren kreatives Potential. Gleichzeitig kann aus diesen schöpferischen Nischen etwas Neues wachsen, das in die Entwicklung des Ganzen eingebunden wird.
Die Identifikation aller mit unserer Schule wird ermöglicht, indem Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern frühzeitig in Entwicklungsprozesse eingebunden werden, Verantwortung übernehmen und Zusammenarbeit kooperativ gestalten.
Um den kontinuierlichen Austausch innerhalb der verschiedenen Teams zu ermöglichen bzw. zu gewährleisten, schaffen wir Zeit- und Organisationsstrukturen, in denen Team-Treffen stattfinden können. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Teamarbeit funktionieren kann.
Neben den unterschiedlichen Teams, in denen die Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer organisiert ist, legen wir großen Wert darauf, auch den Schülerinnen und Schülern kooperative Fähigkeiten zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, Teamarbeit als sinnvoll, befriedigend und effektiv auf verschiedenen Ebenen zu erleben (vgl. „Teamentwicklung im Klassenraum“).

Die Teams

KL-Team / Tutorenteam

Jede Klasse wird von zwei Lehrkräften von Klasse 5 bis 10 pädagogisch und fachlich begleitet. In KL-Stunden haben beide zusammen mit der Klasse Zeit, pädagogische Ziele zu verfolgen und organisatorische Gegebenheiten zu klären. Das KL-Team steht in unmittelbarem Kontakt mit Schülerinnen und Schülern und Eltern und berät in diesem Sinne, ggf. unterstützt durch Abteilungsleitung und Beratungsteam, bei Fragen der Schullaufbahn und Erziehung. Stabile Beziehungen mit räumlicher und personeller Kontinuität im überschaubaren sozialen Zusammenhang sind der Rahmen, der soziale Geborgenheit vermittelt und soziale Verpflichtung und Verbindlichkeit schafft.
Das Tutorenteam in der Oberstufe stellt eine Fortführung dieser Betreuungspädagogik dar.

Jahrgangsteam

Das Jahrgangsteam setzt sich aus den vier Kassenlehrer-Teams eines Jahrgangs zusammen. Die Arbeit des Jahrgangsteams ist für unsere Schule grundlegend, da es die Keimzelle der pädagogischen und curricularen Arbeit auf Jahrgangsebene ist, denn es organisiert alle anstehenden Aufgaben (siehe Übersichtspläne im Anhang). Jahrgangsteamsitzungen dienen der Koordination und Kooperation. Die langjährige Zugehörigkeit zu einem Team schafft persönliche Vertrautheit und emotionale Sicherheit, ermöglicht konstruktiven Umgang mit Schwächen und Stärken. Das Jahrgangsteam wird vertreten durch einen vom Team gewählten Teamsprecher.
Seit Beginn des Schuljahres 2019/ 20 verfügt jedes Jahrgangsteam über einen eigenen Jahrgangsordner. Dieser enthält u.a. Übersichten über die organisatorischen Bausteine des jeweiligen Jahrgangs, die aktuell geltenden Regeln und Absprachen in der Schule, Checklisten zum Classroom-Management und für die erste KL-Stunde im neuen Schuljahr, vorbereitete Protokollbögen, besondere Termine und Veranstaltungen sowie Fragebögen zur Kurz-Evaluation verschiedener Aktivitäten. Der Ordner liegt sowohl in Papierform als auch digital vor. Er wird kontinuierlich erweitert und optimiert und dient dazu, die organisatorische Arbeit zu erleichtern sowie die pädagogische Kontinuität zu sichern.

Jahrgangsfachteam

Die Fachkolleginnen und -kollegen, die innerhalb eines Jahrgangs gemeinsam unterrichten, bilden das Jahrgangsfachteam. Im Sinne einer horizontalen Qualitätssicherung findet eine parallele Zusammenarbeit statt (Vergleichsarbeiten). Diese wird u.a. durch das Erstellen von Material- und Vertretungsordnern sichergestellt. Die vertikale Qualitätssicherung ist durch eine Übergabekonferenz gegeben. Das Jahrgangsfachteam hat zu Schuljahresbeginn u.a. die Schwerpunkte in den Bereichen MINT und Kultur im Blick.

Fachkonferenzteam

Mitglieder der Fachkonferenz sind die Lehrerinnen und Lehrer, die die Lehrbefähigung für das entsprechende Fach besitzen oder darin unterrichten. Das Fachkonferenzteam berät über alle das Fach betreffenden Angelegenheiten, trägt Verantwortung für die schulinterne Qualitätssicherung und -entwicklung der fachlichen Arbeit und berät über Ziele, Arbeitspläne, Evaluationsmaßnahmen und – ergebnisse.

Schulentwicklungsteam

Um konzentriert und konsequent Schulentwicklung voranzutreiben, ordnet sich jede Kollegin und jeder Kollege einer Schulentwicklungsgruppe (SchulEG) zu.
Schulentwicklungsvorhaben werden gemeinsam abgestimmt bzw. sind durch gesetzliche Bestimmungen vorgegeben. Aktuell arbeiten wir vorrangig an der Einführung und Umsetzung eines Lernzeiten-Konzeptes (SchuEG Lernzeiten), der weiteren Umsetzung des Inklusionskonzeptes (SchulEG Inklusion) und an der Umsetzung der Digitalisierung an unserer Schule. Für das Thema Digitalisierung wurde eine eigene Steuergruppe gebildet. Zudem existiert ein „Rundum-Gesund-Team“ (SchulEG Gute, gesunde Schule), welches sich intensiv mit unserem Selbstverständnis als gute, gesunde Schule beschäftigt und die Weiterentwicklung diesbezüglich durch vielfältige Impulse und Aktivitäten vorantreibt. Parallel zu den genannten Gruppen werden von den jeweils verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen bestehende Konzepte wie z.B. das MINT-Konzept, das Berufsorientierungskonzept oder das Kultur-Konzept kontinuierlich im Blick behalten und im Austausch mit der didaktischen Leitung bzw. der Schulleitung Ideen und Vorschläge gesammelt, überprüft und weiterentwickelt.
Die Entscheidung für ein Thema soll entschleunigen und gleichzeitig Kräfte dort bündeln, wo sich Interessen und Stärken bei den Kolleginnen und Kollegen zeigen. Die Schulentwicklungsgruppen sind von besonderer Bedeutung, da sie auch für Eltern, Schülerinnen und Schüler, Vertreter der Stadt und mit uns kooperierende Firmen und Vereine geöffnet sind, sodass alle am Schulleben Beteiligte die Schule aktiv mitgestalten. Aufgrund dieses Selbstverständnisses sind die Schulentwicklungsgruppen neben den rechtlich vorgegebenen Entscheidungsgremien wie Fachkonferenzen, Schulpflegschaft etc. ein bedeutsames Gremium der Gesamtschule Waldbröl.
Die Ergebnisse der einzelnen Schulentwicklungsgruppen werden der gesamten Schulgemeinde über die bestehenden Gremien transparent gemacht.

Schulleitungsteam

Mitglieder des Schulleitungsteams sind die Schulleiterin, der stellv. Schulleiter, die Didaktische Leiterin und die Abteilungsleitungen I/II/III. Die Schulleitungsmitglieder nehmen ihre Aufgaben selbstständig wahr und stehen durch regelmäßig stattfindende Schulleitungssitzungen in ständigem Austausch miteinander. Das Schulentwicklungsthema „Digitalisierung“ wird durch zwei erweiterte Schulleitungsmitglieder vertreten.
Zu diskutierende Entscheidungen z.B. auf Lehrer- oder Schulkonferenzen werden über regelmäßig stattfindende Sitzungen mit dem Lehrerrat, den Team- und Schulentwicklungsgruppensprechern, der SV, dem Vorstand der Schulpflegschaft sowie mit dem Förderverein vorbereitet. Transparenz über Entscheidungen sowie über Aktivitäten des Schullebens wird zum einem über Protokolle sowie über „Montagsmails“ für KollegInnen bzw. die Einrichtung eines Newsletters für die gesamte Schulgemeinde auf der schuleigenen Homepage gewährleistet. Regelmäßige Informationsschreiben der Schulleiterin auf der Homepage oder in Form von Elternbriefen tragen ebenfalls dazu bei, unsere Arbeit allen Mitgliedern der Schulgemeinde transparent zu machen.

Ganztagsteam  (siehe auch „Ganztag“)

Das Ganztagsteam besteht auf der Organisationsebene im engeren Sinne aus den Sozialpädagoginnen und der Didaktischen Leitung, welche sich wöchentlich treffen und Koordinationsaufgaben übernehmen. Es wird erweitert durch Lehrerinnen und Lehrer, die sich in besonderer Weise im Ganztag engagieren, sowie durch eine Fachkraft aus dem Multiprofessionellen Team (vgl. Fachteam „Gemeinsames Lernen“). Das erweiterte Ganztagsteam trifft sich regelmäßig einmal im Monat und bei Bedarf. Es entwickelt, plant und organisiert gemeinsam Projekte, Veranstaltungen und Events als Ergänzung und Vertiefung von unterrichtlichen Inhalten und sucht ggf. Kooperationspartner. Weitere Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kooperationspartner sind ebenfalls im Ganztag aktiv. Sie bieten Offene Angebote, Arbeitsgemeinschaften und besondere Projekte im Freizeitbereich an. So wird Schule zu einem ganzheitlichen, vielfältigen und attraktiven Lern- und Lebensraum.

Beratungsteam

Das Beratungsteam setzt sich zusammen aus den Abteilungsleitungen, den Sozial- und Förderschulpädagoginnen. Es berät Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in besonderen Problemlagen und steht Lehrerinnen und Lehrern unterstützend zur Seite. In spezifischen Fällen wird eine Kooperation mit dem Jugendamt, Beratungsstellen, Ärzten u.a. herbeigeführt.
Im Zuge der Umbauten an unserer Schule wird es zukünftig einen eigenen Beratungsbereich geben, in welchem die Räume der Sozialpädagoginnen, der MitarbeiterInnen des Multiprofessionellen Teams, der SonderpädagogInnen sowie zwei Besprechungsräume für Gespräche mit Eltern oder Kooperationspartnern (Jugendamt, Psychologen, Therapeuten etc.) eng beieinander liegen und eine Einheit bilden.

Fachteam Schulsozialarbeit

Das Team der Sozialpädagoginnen engagiert sich in den Bereichen Beratung, Ganztag, Gestaltung und Öffnung von Schulen. Es arbeitet eng mit den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern, Fachteams, Abteilungsleitungen, der Didaktischen Leitung, Eltern und außerschulischen Partnern zusammen. Das Angebot richtet sich an alle Mitglieder der Schulgemeinde.

Vertiefende Informationen zu den Aufgaben und Angeboten unserer Schulsozialpädagoginnen finden Sie HIER.

Fachteam “Gemeinsames Lernen”

Zu diesem Team gehören zunächst alle SonderpädagogInnen der Schule. Sie treffen sich regelmäßig, tauschen sich sowohl über pädagogische Inhalte als auch über Formales und Organisatorisches aus, besprechen Verantwortlichkeiten, beraten z.B. über die Anschaffung neuer Diagnostik- und Fördermaterialien etc.
Zudem finden regelmäßig Treffen zwischen den Sonder- und SozialpädagogInnen statt („So-So“- Team“), da es in der täglichen Arbeit häufig Überschneidungen gibt und die Kommunikation bzw. Absprache sowie gegenseitige Informationen von großer Bedeutung sind.
In den sog. Inklusionsklassen, also den Klassen, die auch Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf besuchen, ist die Kooperation zwischen den Klassen,- Fach- und FörderschullehrerInnen/ SonderpädagogInnen von besonderer Bedeutung. Daher treffen sich die KlassenlehrerInnen mit dem jeweiligen Sonderpädagogen bzw. der Sonderpädagogin regelmäßig zu einem „Koordinierungstreffen Inklusion“ („Ko-Ink“). zum Austausch und/ oder zur gemeinsamen Planung bzw. zum Treffen von Absprachen Die Weitergabe von Informationen an die FachlehrerInnen erfolgt sowohl durch die KlassenlehrerInnen als auch durch die SonderpädagogInnen.
Seit Beginn des Schuljahres 2019/ 20 wird das Team „Gemeinsames Lernen“ von einer ausgebildeten Heilerziehungspflegerin unterstützt, welche auf der Grundlage des Erlasses zu „Multiprofessionelle(n) Teams im gemeinsamen Lernen an weiterführenden Schulen“ eingestellt werden konnte. In den kommenden Jahren werden darüber weitere Fachkräfte eingestellt werden.

SV-Team

Das SV-Team besteht aus den von den Klassensprecherinnen und -sprechern gewählten Schülervertretern und den Schulsprecherinnen und -sprechern wie auch den gewählten SV-Verbindungslehrerinnen und -lehrern. Es repräsentiert die gesamte Schülerschaft in den Gremien der Schule und stellt die Kommunikation zwischen Schulleitung und Schülerschaft sicher. Das SV-Team gibt den Schülerinnen und Schülern eine Stimme und vertritt ihre Interessen innerhalb und außerhalb der Schule (z.B. Schulkonferenz, Jugend-parlament). Ebenfalls ist es ansprechbar für die Anliegen einzelner Schülerinnen und Schüler und Interessensgruppen.

Teamentwicklung im Klassenraum

Die Entwicklung von Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit sind Grundvoraussetzungen für eine demokratische Gesellschaft und zudem zentrale Mittel der Gewaltprävention. Diese Sozial- und Selbstkompetenzen müssen genauso wie Fach- und Methodenkompetenzen vermittelt werden.
Stabile Kleingruppen von vier Schülerinnen und Schülern bilden die pädagogische Einheit für das Training dieser Sozial- und Selbstkompetenzen. Damit stets die Kriterien für funktionstüchtige Arbeitsgruppen und nicht Freundschaften der Maßstab einer erfolgreichen Kleingruppe sind, setzen die Klassenlehrerinnen und -lehrer die Gruppen zusammen, wobei die Kriterien der Gruppenzusammensetzung allen Beteiligten bekannt sind: gleiche Verteilung von Jungen und Mädchen sowie Kinder mit Migrationshintergrund, gleiche Verteilung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit, gleiche Verteilung von lebhaften und stillen Schülerinnen und Schülern. So haben heterogene Gruppen für lernschwächere Schülerinnen und Schüler den Vorteil, dass die stärkeren Schülerinnen und Schüler ihnen beim Lösen von Aufgaben oder bei Verständnisschwierigkeiten helfen können (Helfersystem). Für die stärkeren Schülerinnen und Schüler ist diese Situation insofern von Vorteil, da sie ihr Wissen in eigene Worte fassen müssen und somit festigen und langfristiger darauf zugreifen können oder sich eventueller Unklarheiten bewusst werden. Mit der Zeit sollen Schülerinnen und Schüler nach oben genannten Kriterien selbst die Sitzordnung erstellen können.
In doppeltbesetzten KL-Stunden oder auch Gruppentrainingstagen wird das Gelebte und Erfahrene innerhalb der Tischgruppe durch gruppendynamische Übungen und Feedbackrunden bewusst gemacht, im Gespräch bearbeitet, förderliche und blockierende Gruppenrollen erkannt und durch Entwicklung von Verhaltensalternativen und abgeleitete Schlussfolgerungen qualitativ verändert. Der Prozess der Gruppenstabilisierung wird zudem durch identitätsschaffende Maßnahmen wie z.B. Gruppennamen unterstützt. So ermöglicht die stabile Kleingruppe ein erfolgreiches kooperatives Arbeiten im Fachunterricht und bedingt es auch gleichzeitig.

Classroom-Management: Struktur und Transparenz für unsere Schülerinnen und Schüler

Die Forschung zeigt, dass kein anderes Merkmal so eindeutig und widerspruchsfrei mit dem Leistungsfortschritt von Schulklassen verknüpft ist wie die strukturierte Klassen- bzw. Kursleitung. Unser Classroom-Management-Konzept findet sowohl in der Sekundarstufe I als auch den höheren Jahrgängen der Sekundarstufe II seine konsequente Anwendung, insbesondere wenn durch Differenzierung neue Gruppen entstehen. Es basiert auf folgenden fünf Dimensionen, deren Inhalte mit allen Lehrerinnen und Lehrern abgestimmt sind. Mithilfe der Checkliste zum Classroom-Management, welche sich für jedes KL-Team im Jahrgangsordner befindet und der Selbstüberprüfung dient, wird die Qualität in diesem Bereich sichergestellt. Auf evtl. benötigte Materialien kann jede Kollegin/ jeder Kollege digital zugreifen.

Regeln und Rituale

  • Unterrichtsbeginn mit Begrüßung, Ruhezeichen, Material am Platz
  • Einrichtung von Klassendiensten
  • Führung des Logbuchs
  • Implementation der Regelhand und der Gesprächsregeln
  • Fahrtenkonzept
  • gemeinsame Feiern, wie z.B. Sankt Martin, Weihnachten, Karneval

Lernumgebung und Klassenraumgestaltung

  • einheitliches Inventar: Regale mit Ordnungssystemen für Schülerinnen und Schüler sowie eine festgelegte (technische) Ausrüstung für die Unterrichtsgestaltung (z.B. OHP, Büroausstattung, Präsentationsflächen, CD-Player, perspektivisch Präsentationsbildschirme)
  • 4er Gruppentische legen die Sitzordnung fest
  • Klassenatmosphäre schaffen: Pflanzen, Bilder, Kalender, Schulhand etc.

Soziales Lernen

  • Förderung der Klassengemeinschaft (z.B. durch Institutionalisierung des Klassenrates)
  • Tischgruppentraining über Tischrollenkarten und Gruppentrainingstage
  • Mädchen- und Jungenförderung (Gender)
  • SoZiKa (Sozialzielekatalog nach Margit Weidner)
  • Patenkonzept
  • enge Zusammenarbeit mit Sozialpädagoginnen
  • Kultur des Lobens

Unterrichtsplanung und – struktur

  • Agenda zu Stundenbeginn mit Verlauf und Zielsetzung
  • Parallelarbeit im Jahrgangs(fach)team – Einrichtung der KoKo bzw. von Jahrgangstreffen
  • Vertretungskonzept
  • Ablauf der Übungsstunde
  • Materialkoffer zum Kooperativen Lernen
  • Implementation der Inhalte aus Methodentagen und des Curriculums des Kooperativen Lernens ( Einführung am ACUTag in Klasse 5)
  • PowerPausen und in Klasse 5 und 6 zusätzliche Frühstückspausen
  • Tischrollenkarten
  • festgelegte KL-Bausteine für KL-Stunden

Vernetzung / village management

  • Zusammenarbeit mit den Sozial- und Förderschulpädagoginnen
  • Teamstruktur (KL-Team, Jahrgangsteam, Fachteam)
  • enge Zusammenarbeit mit Eltern über Logbuch, Elternsprechzeiten, Elternabende / -stammtische, gemeinsame Projekte der Profilklassen, Klassenfeiern
  • Patenkonzept
  • Gemeinsame Aktionen mit dem Förderverein am z.B. Weihnachtsmarkt und bei Abschlusskonzerten
  • Enge Zusammenarbeit mit KURS-Partnern, Vereinen und weiteren Kooperationspartner z.B. im AG-Bereich, beim BO-Talentparcours, bei Unterrichtsinhalten (z.B. mit der Stadtbücherei)

Förderung der Fach- und Lernkompetenz

Individuelle Förderung

An unserer Schule fühlen wir uns der Idee der individuellen Förderung besonders verpflichtet, damit jede Schülerin und jeder Schüler unabhängig von seiner Herkunft die eigenen Chancen und Begabungen optimal nutzen und entfalten kann und so den bestmöglichen Schulabschluss erreicht. Es gilt Schülerinnen und Schüler mit den ihnen innewohnenden Potentialen und individuellen Lernentwicklungen in den Blick zu nehmen und die Entfaltung der Persönlichkeit und den Aufbau von Lernkompetenz als zentrale Fähigkeit zur Selbststeuerung des Lernens zu unterstützen.
Dies korreliert mit der Gestaltung des Unterrichts, der Schulkultur und der Schulorganisation, sodass zum einen durch kooperative und selbstorganisierte Lern- und Arbeitsformen sowie durch Formen der inneren und äußeren Differenzierung individuelles Lernen im Rahmen von Lerngruppen umgesetzt wird, zum anderen auch individualisierte Lern- und Förderangebote existieren. Bei individuellen und kooperativen Lernformen hat die Lehrkraft eine mehr beobachtende, helfende und beratende Funktion. Sie zieht sich selbst aus dem Zentrum des Geschehens zurück und die Schülerinnen und Schüler setzten sich direkt mit dem Lernstoff auseinander und werden Lernende und Lehrende zur gleichen Zeit.
Formen der individuellen Förderung, des kooperativen Lernens und schüleraktivierende Lernformen sind Bestandteil des Unterrichts, der durch die Umstellung auf den 60-Minuten-Rhythmus Raum dafür bietet (Im Detail in den folgenden Kapiteln nachzulesen).
Die Qualität einer dem Einzelnen gerecht werdenden Binnendifferenzierung wie auch äußeren Fachleistungsdifferenzierung ist dadurch gewährleistet, dass die Kolleginnen und Kollegen im Team parallel arbeiten, differenziertes Material erstellen und weitergeben. Diagnosemodule (z.B. Einstiegsdiagnostik in 5/6) verfolgen dabei das Ziel, Lernstand und Lernbedarf sowie besondere Begabungen oder auch Lernschwierigkeiten frühzeitig dabei in den Blick zu bekommen und zur Grundlage von Förderung zu machen.
Das Förder-Forder-Konzept (siehe nachfolgende Kapitel) beinhaltet eine leistungsdifferenzierende Förderung im Kurssystem wie auch Formen verstärkt individualisierter Förderung/Forderung durch Angebote wie SamS oder das „kleine Drehtürmodell“. Zuordnungen in Fördermodule erfolgen auf Förderkonferenzen, kurzfristige Veränderungen werden durch die Abteilungsleitungen entschieden.
Gemäß unserem Verständnis von Betreuungspädagogik erfolgt eine intensive und regelmäßig stattfindende Lernbegleitung und Beratung im Rahmen der KL-Stunden und an bis zu vier Eltern-Schüler-Sprechtagen sowie weiteren Informationsveranstaltungen. Ergänzt und unterstützt wird dies durch das Logbuch, wodurch wöchentliche Rückmeldungen möglich sind, die die Schülerperspektive und –reflektion miteinbeziehen und einfordern.

Individuelle Förderung im 60 Minuten-Raster

Längere Arbeitszeiten – das „Dran-Bleiben“ an einem Fachinhalt – erhöht die Effektivität von Unterricht, indem Möglichkeiten für Methoden der individuellen Förderung, des kooperativen Lernens (z.B. Gruppenpuzzle, Kugellager, reziproke Lesetechniken, Strukturlegetechnik, Stationen lernen, Portfolioarbeit) und der Schüleraktivierung in vollem Umfang genutzt werden können. Neue Medien können ebenfalls besser zum Einsatz kommen. Zudem zeigt die Konzentration auf wenige Unterrichtsstunden (5-6 Fächer) eine sinnvolle, gewinnbringende, die Kontinuität des Lernens fördernde Entschleunigung des Schultages für alle Beteiligten (z.B. für Lehrinnen und Lehrer auch mit Blick auf die Unterrichtsvorbereitung und Unterrichtsnachbereitung). Dies bedingt ebenfalls die damit zusammenhängende Reduktion von Fächern, Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern und Raumwechsel an einem Tag, was zu mehr Ruhe im Gebäude führt.

Individuelle Förderung durch kooperative Arbeitsformen

Das Verfolgen kooperativer Arbeitsformen unterstützt die pädagogische Basis der Teamorientierung an unserer Schule optimal. Kooperative Arbeitsformen veranlassen Schülerinnen und Schüler dazu, Gedachtes sprachlich verständlich zu fassen, zu argumentieren, andere Perspektiven einzunehmen, mit unterschiedlichen Ansichten und Urteilen umzugehen und eine eigene Meinung zu entwickeln. Dies unterstützt die kognitive Seite schulischen Lernens, zudem hat die Zusammenarbeit in der Gruppe eine verstärkende und ermutigende Wirkung und es entsteht ein Zusammenhalt unter den Lernenden (siehe auch Sozialkompetenztraining, Sozial-Ziele-Katalog).
Kooperatives Arbeiten und Lernen gelingt, wenn folgende Merkmale vorliegen:

  • Individuelle Verantwortung und Zurechenbarkeit
  • Positive wechselseitige Abhängigkeit
  • Arbeit in Kleingruppen
  • Reflektion des Gruppen- und Arbeitsprozesses
  • Soziale Kompetenzen

Schülerinnen und Schüler arbeiten in heterogenen Gruppen zusammen (s.o.). Die Sitzordnung in den Klassen (4er-Gruppentische) ist die Regel. Die Arbeit an den Tisch-gruppen wird u.a. durch Rollenkarten auf den Tischen (Farbmarkierung) ab dem 2.Halbjahr der Klasse 5 organisiert und unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler über-nehmen dabei Verantwortung für ihren Lernprozess und den Lernprozess ihrer Gruppe. Die für die Tischgruppe wichtigen Aufgabenfelder „Material besorgen“, „Verständnis sichern“, „Diskussionen leiten“, „auf den Einsatz der Fremdsprache achten“, „Zeit und Arbeitsweise im Blick haben“ und „für Ruhe sorgen“ werden mit den Schülerinnen und Schülern in KL-Stunden trainiert und ihre Umsetzung evaluiert.
Einzelne kooperative Arbeitsformen werden in vorgegebenen Jahrgängen von bestimmten Fächern eingeführt und danach von anderen Fächern aufgegriffen und in der Folgezeit eintrainiert. Folgender Kanon ist dabei zum Aufbau kooperativer Arbeitsfähigkeiten vorgesehen.

Die Reflektion stellt ein wesentliches Merkmal für das kooperative Lernen dar. Wenn die Schülerinnen und Schüler immer wieder über ihren Lernprozess nachdenken, entwickeln sie ihre Kompetenzen. Deshalb wird die Zusammenarbeit in der Gruppe durch Selbst- und Gruppenevaluation in den Blick genommen.

Individuelle Förderung durch selbstorganisiertes Lernen in individuellen Lernzeiten

Im Schuljahr 2020/ 21 werden wir zunächst in den Jahrgängen 5 und 11 ein neues Lernzeiten-Konzept einführen.
Die Einführung von Lernzeiten ermöglicht ein noch differenzierteres und damit individuelleres Lern- und Förderangebot für alle Schülerinnen und Schüler.
Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen, stärker Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess zu übernehmen. Sie sollen die Möglichkeit haben, kompetenzorientiert und selbstständig in ihrem individuellen Tempo eigene Lernprozesse zu gestalten und zu dokumentieren. Dies soll dazu führen, dass sie durch eine höhere Eigenmotivation Freude am Lernen haben und nachhaltigere Lernergebnisse erzielen. Ihnen wird dabei eine Haltung vermittelt, die sie auch über die Schulzeit hinaus befähigen soll, den eigenen Lernprozess aktiv zu gestalten. Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler durch die Lehrerinnen und Lehrer, deren Rolle zukünftig sowohl die des „Lehrenden“ als auch verstärkt die des „Lern-Coaches“ sein wird.

Individuelle Förderung durch das Förder-Forder-Konzept

Bis zur schulweiten Einführung der Lernzeiten existiert das bisher bewährte Förder-Forder-Konzept weiterhin. Langfristig wird die zusätzliche individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler innerhalb der Lernzeiten stattfinden.
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Leistungsfähigkeit werden in der Gesamtschule entsprechend ihren Fähigkeiten zu dem für sie bestmöglichen Schul-abschluss geführt. Dazu gehören sowohl das Fordern leistungsstarker Schülerinnen und Schüler als auch die Förderung bei individuellen Leistungsschwächen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler brauchen attraktive Forderangebote, die Lernanreize auf gehobenem Niveau bieten. Entsprechend unserem Verständnis als MINT-Schule (im Detail in einem nachfolgenden Kapiteln nachzulesen) bieten wir v.a. MINT-Forderkurse an. Schwächen in einzelnen Fächern werden durch schulische Maßnahmen im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Einzelnen ausgeglichen. Teilleistungsdefizite, die die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes belasten und das Erreichen eines der allgemeinen Leistungsfähigkeit entsprechenden Schulabschlusses verhindern, bedürfen schulischer Förderung. Förderung erfolgt auch schullaufbahnbezogen, d.h. sie schafft Grundlagen für weiterführende Schulabschlüsse.
Dies geschieht durch eine leistungsdifferenzierende Förderung/Forderung im Kurssystem und Formen individualisierter Förderung/Forderung durch Angebote wie z.B. SamS (Schüler arbeiten mit Schülern), das „kleine Drehtürmodell“ oder die Einrichtung einer Sprachförderklasse.
Die Zuordnung in Fördermodule erfolgt auf Förderkonferenzen. Der Aufbau des Förder-Konzepts:

Die Buchstaben SamS stehen für „Schüler arbeiten mit Schülern“. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 werden so geschult, dass sie Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 6 – 8 in einem Fach Nachhilfe erteilen können. Hierzu steht ein gemeinsames Zeitfenster am Freitag zur Verfügung. Es wird eine Eins-zu-eins-Betreuung angestrebt, die Nachhilfe ist zudem kostenlos.

Das „kleine Drehtürmodell“ ist ein Angebot im Sinne der Stärken-stärken-Idee für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler. Während der Übungs- oder FöFo-Stunden können diese Schülerinnen und Schüler am Unterricht höherer Jahrgänge teilnehmen, wenn die Zustimmung seitens der Erziehungsberechtigten erfolgt. Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Angebot.

Individuelle Förderung in der Sprachförderklasse

Die Sprachförderklasse an unserer Schule wird von Schülerinnen und Schülern besucht, die erst seit Kurzem in Deutschland sind und deren Sprachkenntnisse somit noch nicht ausreichen, um dem Regelunterricht zu folgen. Sie kommen unter anderem aus Syrien und Afghanistan und ihre Muttersprachen sind z.B. Arabisch, Kurdisch oder Paschtunisch.
Die betreffenden Schülerinnen und Schüler bilden zwar gemeinsam die Sprachförderklasse, gehören jedoch von Beginn an auch einer der regulären Klassen an. Hierbei werden sie ihrem Alter gemäß zugeordnet, wobei eine Rückstufung in eine untere Klasse aufgrund der schulischen Laufbahn in ihren Heimatländern notwendig sein kann.
Jede Schülerin und jeder Schüler der Sprachförderklasse hat laut Gesetz zunächst das Recht auf eine zweijährige zusätzliche Sprachförderung. In dieser Zeit bekommt er/ sie jeweils einen individuellen Stundenplan und wird von den insgesamt 27 Wochenstunden (jeweils 60 Minuten) ca. 8 Wochenstunden in der Sprachförderklasse unterrichtet. Es entstehen dabei unterschiedliche Gruppenzusammensetzungen, wobei bei der Erstellung der Pläne darauf geachtet wird, dass möglichst auf ähnlichem Sprachniveau unterrichtet werden kann. Gleichzeitig wird das Augenmerk aber darauf gelegt, dass die Schülerinnen und Schüler in ihren Regelklassen an Fächern wie Sport, Kunst, Musik sowie an den KL-Stunden teilnehmen, um die Integration in den Klassenverband zu fördern. Darüber hinaus wird beim Erstellen des Stundenplans darauf geachtet, dass sie in allen Stunden der Fächer Englisch und Mathematik in ihren Regelklassen sind, um eventuelle Lücken zu erkennen und schnellstmöglich aufarbeiten zu können. Nach der zweijährigen Sprachförderung nehmen die Schülerinnen und Schüler in vollem Umfang am Unterricht ihrer Regelklasse teil und werden auch regulär bewertet. In Einzelfällen ist eine Fortsetzung der Sprachförderung mit geringem Stundenanteil möglich.
Inhaltlich wird im Sprachförderunterricht die deutsche Grammatik vermittelt und die Kommunikations- und Schreibkompetenz aufgebaut. Den Referenzrahmen hierfür bildet das Rahmencurriculum für Integrationskurse Deutsch als Zweitsprache. Darüber hinaus werden aber auch kulturelle, historische, politische und geografische Themen, wie zum Beispiel Feiertage, Feste, Essen und Trinken, jüngste Geschichte der BRD oder die Bundesländer besprochen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Heimatländer der Schülerinnen und Schüler und Deutschland gesprochen. Die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler erfolgt während der zwei Jahre in Berichtsform. Sie werden individuell gemäß ihrem Lernstand gefördert und bekommen auf den Zeugnissen Rückmeldungen über ihre individuellen Lernfortschritte. Diese werden durch Kommentare der FachkollegInnen ergänzt. In der Klasse unterrichten drei KollegInnen, die sich regelmäßig fortbilden, z.B. im Bereich des sprachsensiblen Unterrichts (hier insbesondere Scaffolding), der innovativen Unterrichtsmöglichkeiten (Einsatz vor Spielen, Bildern, Filmen, Kreieren von Kommunikations- und Schreibanlässen) und des Einsatzes digitaler Medien.

ACUTage (AußerCurriculareUnterrichtsTage)

Schülerinnen und Schüler brauchen Handwerkszeug für ein lebenslanges Lernen, da eine reine Stoffvermittlung der Faktenfülle und der rasanten Wissensentwicklung nicht Stand halten kann. Zudem erwartet die Berufs- und Arbeitswelt von Schülerinnen und Schülern Schlüsselqualifikationen wie eigenverantwortliches Arbeiten, Planungs- und Organisa-tionsfähigkeit sowie kommunikative Kompetenz verbunden mit Ergebnisorientierung (Präsentieren). Da aber auch Lernschwierigkeiten zumeist auf fehlenden Methoden und Techniken zur Planung und Steuerung des eigenen Lernens beruhen, müssen Schülerinnen und Schüler das Lernen lernen.
Im Schuljahr werden vier ACUTage parallel in allen Jahrgängen durchgeführt. Beide Klassenlehrer/-lehrerinnen bzw. die Tutoren erarbeiten mit ihren Schülerinnen und Schülern an diesen Tagen die im Methodencurriculum festgelegten Bausteine. Durch eigenes Tun und Experimentieren erfahren die Schülerinnen und Schüler den Sinn direkt und nutzen die Methode für sich und ihr Lernen. Die Methodenbausteine sind systematisch als Spiralcurriculum entwickelt. Sie bauen aufeinander auf, sodass die Methodenkompetenz des Einzelnen stetig wächst. Grundsätzlich wird auf eine altersgemäße und lernpsychologische Vermittlung Wert gelegt. Die Inhalte der jeweiligen Bausteine werden im Fachunterricht aufgegriffen, durch fachbezogene Anwendung genutzt und verfestigt. Sie tragen zur Verbesserung des fachlichen Lernens bei.
In der Gymnasialen Oberstufe der Gesamtschule Waldbröl werden die ACUTage der Sekundarstufe I fortgeführt. Ein zentrales Ziel wissenschaftspropädeutischen Arbeitens in der Sekundarstufe II ist es, selbstständig über Lern- und Arbeitsmethoden, bezogen auf fachliche bzw. fachbezogene Aufgaben- und Problemstellungen, zu verfügen. Weiter stehen aber auch Soziales Lernen, Gesunde Schule und die individuelle Zukunftsplanung im Fokus.
Die Bausteine der ACUTage werden im Prozess der Umsetzung fortlaufend überprüft und weiterentwickelt und unterliegen so einer ständigen Evaluierung und Optimierung durch die Jahrgangsteams. Über die Einrichtung der ACUTage sichern werden vereinbarte Bausteine aus den Bereichen MINT und „Kultur“ gesichert, z.B. durch Exkursionen zu außerschulischen Lernorten. Zudem kann z.B. fächerübergreifendes Arbeiten ermöglicht und für unsere Teamstrukturen fundiert die Basis gelegt werden.

Medienkonzept

Unser vollständig überarbeitetes neues Medienkonzept kann HIER eingesehen werden.
Das Konzept der Medienscouts ist HIER zu finden.

Teilnahme an Wettbewerben

Schülerwettbewerbe können einen wichtigen Beitrag leisten, Formen eines handlungsnahen und verständnisintensiven Lernens im Unterricht und Formen der pädagogischen Kultur von Schulen zu verankern und zu stärken. Dabei gilt es, das positive Potential des Wettbewerbsprinzips zu nutzen, indem Wettbewerbe Schülerinnen und Schüler zu positiven Leistungen herausfordern, welche diese zugleich als individuell bedeutsam und gemeinschaftsbildend erleben können.
Von Schülerwettbewerben gehen Impulse für Bildung und Lernen aus. Die Methodenkompetenz von Schülerinnen und Schülern im Bereich der Projektorientierung und -planung wird gefördert, hierbei v.a. die Selbstorganisation und Selbstverantwortung der Schüler. So können Wettbewerbe die Lernqualität steigern. Das soziale Lernen wird durch Kooperation und Arbeitsteilung gestärkt. Handeln und Lernen wird durch die notwendige Produktorientierung verknüpft, wobei besonders das “Glücksgefühl” des Selbermachens zur Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Schülers und jeder Schülerin beiträgt. Wettbewerbe tragen zudem zur Werteerziehung bei.
Entsprechend diesem Grundverständnis ist u.a. durch die Forscherklasse die Chance gegeben, Schülerwettbewerbe bewusster zu nutzen und sie nicht mehr nur als schulisches Additum zu begreifen. Entsprechend den oben erwähnten pädagogischen Zielsetzungen wird die Wettbewerbsorientierung in diversen Kursen der Sekundarstufe I und II verfolgt.
In den Projektkursen der Jahrgangsstufe 12 ist die Teilnahme am Deutschen Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler verankert. Schülerteams erstellen über einen Zeitraum von sechs Monaten einen Business-Plan für ein fiktives Unternehmen. Im Rahmen ihrer Teilnahme am Deutschen Gründerpreis erleben die Jugendlichen Wirtschaft “hautnah”, sie arbeiten eng mit dem selbst gesuchten Unternehmerpaten zusammen, nehmen am Finanzworkshop teil und erarbeiten sich wesentliche volks- und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge.
Die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler sowie ihre Berufsfindung werden durch die Erfahrungen im Laufe des Prozesses zudem entscheidend geprägt.

MINT – Konzept

In der heutigen und zukünftigen Industrie-, Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft kann auf eine qualifizierte Grundbildung in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) als Teil der Allgemeinbildung nicht mehr verzichtet werden. Die Kenntnis von MINT-Zusammenhängen ist die Grundlage für einen verantwortlichen Diskurs zu wissenschaftlich-technischen Entwicklungen der Gegenwart und der Zukunft.
Dieser Aufgabe stellen wir uns, indem wir allen Schülerinnen und Schülern MINT-Basiskenntnisse und -qualifikationen vermitteln, wie auch Möglichkeiten schaffen, besondere MINT-Interessen im Sinne einer Spezialisierung zu wecken, zu fördern und auszubilden.
In der Sek. I erhalten alle Schülerinnen und Schüler Unterricht in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Technik wie auch Einzelaspekte der Informatik allen Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht werden (vgl. Medien-Konzept). Neben dem Fach Mathematik kommt dem Fach Chemie dabei eine besondere Bedeutung für den Schulabschluss zu, da in diesem Fach ein weiterer für den Zugang in die Oberstufe wichtiger Erweiterungskurs erreicht werden kann. In der Oberstufe werden die Fächer Mathematik, Biologie, Chemie und Physik als Leistungskurs angeboten. Ebenso können der Projektkurs „Robotik“, „Radio“ oder der „Gründerpreis“ im 12. Jahrgang angewählt werden. Dazu sind in den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fächern der Sek. I und II verbindliche Standards formuliert, die inhaltlich durch paralleles Arbeiten im Jahrgangsfachteam gesichert werden: z.B. durch gemeinsames Erstellen von Unterrichtsmaterial und deren Weitergabe auf der Übergabekonferenz, parallel gestellte Leistungsüberprüfungen / Vergleichsarbeiten, kollegiale Unterrichtshospitation. In einer Jahresübersicht stellen alle Fächer ihre Unterrichtsplanung für die einzelnen Jahrgänge dar, so dass fächerübergreifendes Arbeiten planbar wird und sich spezialisierte Schuljahresplanungen (so auch für MINT) ergeben. Eine Qualitätssicherung erfolgt des Weiteren durch das Team der MINT-Verantwortlichen der Schule, die gemeinsamen NW-Konferenz, die MINT-Fachsprechersitzung und die MINT-Schulentwicklungsgruppe.
Durch die Schwerpunktsetzung auf individuelle und kooperative Lern- und Arbeitsformen werden die Stärken und Schwächen des jeweiligen Schülers in jedem Unterricht berücksichtigt. Gemäß unserem stärkenorientierten Ansatz (vgl. Kapitel „Schülerinnen und Schüler mit Profil) wollen wir Neigungen, Interessen und Stärken unserer Schülerinnen und Schüler durch spezielle Angebote fördern und durch Spezialisierungs-Module der persönliche MINT-Profilbildung der Schülerinnen und Schüler gerecht werden.

  • Forscherklassen: Die über zwei Jahre andauernde Forscherklasse hat sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftspolitisches und naturwissenschaftliches Interesse von Schülerinnen und Schülern zu fördern und zu fordern. In einem 2- bis 3-stündigen Blockunterricht werden die Schülerinnen und Schüler durch zwei anwesende Lehrende an Projektarbeit herangeführt und damit zur Teilnahme an naturwissenschaftlichen Projekten und Wettbewerben befähigt.
  • MINT-Forder: Im Rahmen des Förder-Forder-Konzeptes bieten wir für leistungsstarke und interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 einen MINT-Forder-Kurs an. Ziel ist es, Neugierde an naturwissenschaftlichem Forschen zu wecken sowie die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in naturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden und Denkweisen zu festigen bzw. weiterzuentwickeln. Dazu gehören planmäßiges Experimentieren, fachgerechtes Dokumentieren, sinnvolles Präsentieren und die Teilnahme an Wettbewerben.
  • Förderunterricht Mathematik: In den Jahrgängen, 5, 6 und 8 haben Schülerinnen und Schüler die Chance, Schwächen aufzuarbeiten bzw. Stärken aufzubauen. Eine zusätzliche Mathematikstunde (über den Ergänzungstopf) unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf die Zentralen Prüfungen. Ziel dieser Fördermaßnahmen ist stets, die eigenen Kenntnisse im Fach Mathematik zu sichern und auszubauen und in der Folge darüber einen besseren Schulabschluss zu erlangen.
  • Wahlpflichtbereich: Ab Klasse 6 wählen die Schülerinnen und Schüler ein weiteres Hauptfach, das sie bis Klasse 10 begleitet. Im Sinne der MINT-Spezialisierung bieten wir die Fächer Naturwissenschaften und Arbeitslehre/Technik an, die auf den im Basis-Unterricht erworbenen Kenntnissen und Kompetenzen aufbauen. Schülerinnen und Schüler, die gerne forschen, experimentieren und „nicht gleich (aufgeben), wenn etwas schief geht“ (Zitat aus der WP-Broschüre), wählen zumeist Naturwissenschaften. Schülerinnen und Schülern mit Interesse an praktischem und theoretischem Lernen im Bereich der Technik wählen das Fach Arbeitslehre, welches zudem die Fächer Hauswirtschaft und Wirtschaftslehre umfasst.
  • AG: In den Klassen 7 und 8 können die Schülerinnen und Schüler aus einem großen Angebot an AGs wählen. Einen MINT-Schwerpunkt haben dabei z.B. die AGs „Abenteuer Informatik“, „Astronomie“ und „Arduino“.
  • Profilbausteine: Für die Jahrgänge 9 und 10 werden Profilbausteine zur Wahl gestellt, die zum einen für die Schülerinnen und Schüler persönlich interessant sind und / oder für ihre Berufslaufbahn wichtige Lerninhalte bieten. MINT-spezifische Angebote sind hierbei u.a. die Kurse „Roberta“, „Abenteuer Informatik“, „Schulradio“, „Astronomie“ wie auch „1.Hilfe“ und die Ausbildung zum Medienscout (genauere Informationen zu den Zielen dieser Ausbildung bekommen Sie HIER).
    Ein weiteres Angebot ist zudem das Profilangebot „Programmieren mit Arduino“: alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse erlernen im Regelunterricht Technik die Basis des Programmierens mit Arduino und können sich bei Interesse im Profilband 9/10 in diesem Bereich spezialisieren. MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler können somit aus einer Auswahl ein für sie passgenaues Angebot wählen. Viele der AG-Angebote und Profilbausteine sind für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 geöffnet, da wir festgestellt haben, dass die Orientierung an einem Thema die Schülerinnen und Schüler besser zusammenarbeiten lässt als die Orientierung an Altersstufen.
  • Oberstufe: In der Oberstufe werden im MINT-Bereich die Leistungskurse Mathematik, Biologie, Chemie und Physik angeboten. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler folgende MINT-spezifische Projektkurse anwählen: Robotik (LEGO-Mindstorms-Roboter, Roboter-Programme in JAVA schreiben etc.), Gründerpreis (z.B. in Kooperation z.B. mit IBM und der Firma Kampf) und Radio (unterstützt durch 1Live, Deutschlandfunk NOVA und Radio Berg).

Die aufgeführten MINT-Module bieten die Möglichkeit einer „ansteigenden MINT-Spezialisierung“. Es besteht die Möglichkeit alle Module für sich zu nutzen oder auch nur einzelne Bausteine auszuwählen. Auf diesem Hintergrund werden wir den Interessen, dem Leistungsvermögen und der persönlichen Entwicklungskurve jeder Schülerin / jedes Schülers gerecht – ganz im Sinne einer „Schule der Vielfalt“ nehmen wir so Schülerinnen und Schüler in ihrer Unterschiedlichkeit ernst und stärken sie als Person mit ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten.
Sowohl auf der Ebene der Basiskenntnisse als auch auf der Ebene der Spezialisierung fördern wir die Teilnahme an MINT-Wettbewerben wie auch den Besuch von außerschulischen Lernorten über alle Klassenstufen hinweg. Exkursionen und Wett-bewerbe leisten einen Beitrag für Formen des handlungsnahen, verständnisintensiven, motivierenden – summa summarum die Lernqualität steigernden Unterrichts.

Durch Exkursionen, Wettbewerbe und bestimmte Module der MINT-Spezialisierung werden den Schülerinnen und Schülern Angebote eröffnet, die über die Lehrpläne und Richtlinien hinausgehen. Dies wird u.a. möglich gemacht durch KURS- und Bildungs-partnerschaften mit MINT-Schwerpunkt. Ein Augenmerk liegt dabei auf der MINT-Mädchenförderung durch spezielle Angebote am Girls-Day, u.a. in Zusammenarbeit mit unseren KURS-Partnern, sowie die Teilnahme an speziellen MINT-Wettbewerben für Mädchen, z.B. im Bereich der Robotik in Zusammenarbeit mit dem zdi. Diese Angebote sowie Informationen über MINT-Berufe sind den Schülerinnen und Schülern über einen MINT-Info-Kasten, das BOB oder auch über die Schul-Homepage zugänglich.

Kulturkonzept

Kulturelle Bildung ist mehr als eine zweckfreie Beschäftigung oder ein netter Ausgleich für zwischendurch. Kulturelle Bildung ist für uns Bildung zur kulturellen Teilhabe an der Gesellschaft und damit ein wichtiger Aspekt der Bildungsgerechtigkeit. Aus diesem Verständnis heraus haben wir ein Konzept zur kulturellen Bildung und Teilhabe als definierten und verbindlichen Standard für alle Schülerinnen und Schüler entwickelt. Gemäß der individuellen Förderung bedingt dies aber auch die Möglichkeit, verschiedene künstlerisch-ästhetische Bausteine anwählen zu können, insbesondere mit Blick auf die Ansprüche der Schülerinnen und Schüler, die die Kulturscout- oder Musikklassen und/ oder das Hauptfach „Darstellen und Gestalten“ wählen.
Inhaltliche Eckpunkte dieses Kulturkonzepts sind der fächerübergreifende Unterricht in Verbindung mit den Fächern Kunst und/oder Musik, die konsequente Produkt- und Projektorientierung in den kreativen Fächern, die Förderung rezeptionsästhetischer Kompetenzen sowie die Kooperation mit außerschulischen Partnern.
Ein zentraler Punkt des Kulturkonzepts ist die Entwicklung eines Aufführungskalenders, zum einen für eine transparente innerschulische Planungsgrundlage, zum anderen um mit Kulturschaffenden der Region zusammenzuarbeiten (z.B. das WKT).

Fahrtenkonzept

Exkursionen, Schulfahrten, Schüleraustausch und Studienfahrten haben das gemeinsame Ziel, den Unterricht nach außen zu öffnen und theoretische Kenntnisse an außerschulischen Lernorten zu erproben, zu ergänzen und gewonnene Erfahrungen zu vertiefen. Der Kontakt mit Menschen anderer Lebenswelten, anderer sozialer Gruppen und Nationalitäten sowie die Begegnung mit unterschiedlichen Natur- und Kulturlandschaften erweitern den Horizont und fördern die Toleranz und Achtung Andersdenkender. Durch das intensive Zusammenleben wird die Gemeinschaft gefördert und es bietet sich ein Feld für soziales Lernen. In diesem verdichteten Prozess werden Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert sowie Kommunikations- und Konfliktfähigkeit weiterentwickelt.
Folgende Fahrten sind vorgesehen:

5.Klasse

3-tägige Fahrt mit der Schwerpunktsetzung auf Orientierung, Gemeinschaftsbildung und Erlebnispädagogik. Diese Fahrt ist verpflichtend und findet in der Fahrtenwoche statt.

6. Klasse gemeinsam mit den Sporthelfern des 11. Jahrgangs

Freiwillige Teilnahme an einer 5-tägigen Skifreizeit.

7.Klasse

5-tägige naturorientierte Fahrt in Anlehnung an das GL-Curriculum, aber gleichzeitig mit fächerübergreifendem Ansatz. Diese Fahrt ist verpflichtend und findet in der Fahrtenwoche statt.

8.Klasse

Schüleraustausch mit Frankreich, evtl. Polen. Diese Fahrt soll möglichst in die Fahrtenwoche fallen. Der Schüleraustausch ist nicht verpflichtend.

9.Klasse

Sprachenfahrt nach England in der Fahrtenwoche. Diese Fahrt ist nicht verpflichtend, soll aber allen Schülerinnen und Schülern möglich sein.

10.Klasse

5-tägige Abschlussfahrt mit kulturhistorischem Schwerpunkt, wobei der Besuch einer Gedenkstätte „Wider Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verpflichtend ist. Bei der Planung und Organisation sollen die Schülerinnen und Schüler unbedingt mit einbezogen werden. Zur Förderung der Präsentationskompetenz sollen Stadtführungen o.ä. durch Schülerinnen und Schüler übernommen werden. Diese Fahrt ist verpflichtend. Diese Fahrt findet in der Fahrtenwoche statt. Sie wird fächerübergreifend vor- und nachbereitet (vgl. auch ACUTage).

EF

3-tägige Fahrt mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung im Sinne der Stärken- stärken-Idee, die maximal 100€ kosten darf. Diese Fahrt ist verpflichtend und findet in der Fahrtenwoche statt.

Q1

Angebot an Fahrten zwecks interkulturellen Austauschs, z.B. nach Krakau.

Q2

5-6-tägige Studienfahrt mit wahlweise zu setzenden Schwerpunkten: Sprache, Kunst / Kultur / Geschichte, Ökologie / Naturkunde oder Soziales Lernen. Kollegen-Teams bieten in Absprache mit der Jahrgangskonferenz eine Fahrt an (für Tutoren verpflichtend). Entsprechend der Jahrgangsgröße wird über die Fahrtenvorschläge sachorientiert und demokratisch entschieden und im Anschluss den Schülerinnen und Schülern zur Wahl gestellt. Die Fahrt ist verpflichtend und darf maximal 330€ kosten. Diese Fahrt findet in der Fahrtenwoche statt.
Weitere Exkursionen, die den Unterrichtsausfall von einem Tag überschreiten, sollen in der Fahrtenwoche stattfinden.
Exkursionen müssen grundsätzlich einen Unterrichtsbezug haben (fachliches Lernen, soziales Lernen, Gesundheitsförderung), weshalb es sich um verpflichtende Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler handelt.

thumbnail of Fahrten

Förderung der Selbstkompetenz

Sozialkompetenztraining, Sozial-Ziele-Katalog und Suchtprävention

Kinder und Jugendliche erleben den sozialen Wandel in unserer Gesellschaft als Verunsicherung, geg. sogar als Gefahr und Verlust, weshalb sich ihr Lern- und Sozialverhalten verändert. Dies wiederum stellt uns als Schule vor neue und ungewohnte Herausforderungen. Deshalb wollen wir eine erziehende, Bindung stiftende Lern- und Schulkultur schaffen, denn soziale und emotionale Kompetenzen – früher durchaus im Elternhaus erworben – sind nun Schlüsselqualifikationen, die Schule ausbilden muss. Soziale Kompetenz bezieht sich auf Fertigkeiten, die für ein förderliches, zufriedenstellendes Zusammenleben und ein friedliches Miteinander unerlässlich sind – die Basis des für unsere Schule bedeutsamen Teamgedankens. Zur emotionalen Kompetenz gehört die Fähigkeit, mit eigenen Gefühlen und Bedürfnissen anderer umzugehen.
Ziele und Inhalte des sozialen Lernens sind Selbstbeherrschung, der verantwortungsbewusste Umgang miteinander und mit sich selbst (soziale Sensibilität), Toleranz, Gewaltfreiheit und Konfliktfähigkeit, Kooperations-, Kommunikations- sowie Teamfähigkeit.
Nach dem Pathway Project hängen schulische Leistungen entscheidend vom Verhältnis zu Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrkräften ab. Fazit: Soziale Kinder lernen besser. Soziales Lernen ist damit die Basis des Hauses des erfolgreichen, nachhaltigen Lernens. Aufeinander abgestimmte Bausteine und Projekte (auch mit außerschulischen Partnern, s.u.) unterstützen die Entwicklung dieser Sozial- und Selbstkompetenz und finden ihre Umsetzung u.a. in Klassenlehrerstunden, Klassennachmittagen (Klasse 5), Gruppentrainings- und Klassenklimatagen sowie Klassenfahrten. Eine weitere Vertiefung im unterrichtlichen Kontext wird angestrebt. Informationsveranstaltungen für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer zu wichtigen pädagogischen Themen, z.B. zu Medienkonsum, Sucht- und Gewaltprävention, ergänzen das Sozialkompetenztraining.
In diesem Kontext ist auch die Arbeit mit dem Sozial-Ziele-Katalog (SoZiKa) an unserer Schule zu verorten, der Sozialkompetenz als Katalog von einzelnen Fertigkeiten auffasst, indem Schülerinnen und Schüler und Lehrperson gemeinsam in den KL-Stunden einen verbindlichen Verhaltenskodex als Standard des gemeinsamen Umgangs erarbeiten, was eine hohe Akzeptanz des vereinbarten Reglements bedingt. Die Erwartungen in Bezug auf diese Sozialkompetenzen werden in fest umrissenes, wahrnehmbares Verhalten „übersetzt“, um die Erwartungshaltung so konkret wie möglich mit allen Beteiligten zu klären. Leitfrage ist dabei, was man bei jemandem sehen und hören kann, der ein bestimmtes Sozialverhalten beherrscht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Feedback-Kultur im Sinne einer positiven Verhaltensregulation – Prinzip Ermutigung. Konsequenz in der Beachtung, offene Bewertung durch alle am Prozess Beteiligten und Nachhaltigkeit durch die Reflektion im Logbuch sichern das Konzept und seine Zielerreichung. Durch das Erarbeiten von Sozialzielen und eben nicht von Regeln gehen wir davon aus, dass eine (Klassen-)Gemeinschaft diese als Gruppe und jeder für sich individuell erarbeiten muss und erlernen kann. Somit setzen wir nicht voraus, dass -wie bei Klassenregeln- ein erwünschtes Verhalten direkt „abrufbar“ ist. Dies ermöglicht jedem SuS seine bisherigen Verhaltensstrategien reflektieren zu können und sie als veränderbar wahrzunehmen. Zudem wird so deutlich, dass das eigene Sozialverhalten und die Rolle in einer Gemeinschaft als wandelbar und prozesshaft begriffen werden kann, was es SuS ermöglicht, aus „alten Verhaltensmustern“ auszubrechen.
Schülerinnen und Schüler erleben die Sozialziele, „Regeln“ und Verhaltensweisen, die ein positives Miteinander bedingen, als wert- und sinnvoll. Nach Evaluation erscheinen folgende Sozialziele als Schwerpunkte sinnvoll: aktiv einander zuhören, Ärger kontrollieren und einen Streit meistern können, ermutigen, Meinung frei äußern können, höflich sein.
Konfliktbearbeitende Strategien sind integraler Bestandteil der Sozialkompetenzentwicklung. Schülerinnen und Schüler lernen Probleme und Konflikte als Bestandteil des Lebens zu akzeptieren und zu bearbeiten. Die damit verbundene Förderung von personalen Kompetenzen und die Stärkung personaler Schutzfaktoren kann zudem die Suchtgefährdung von Schülerinnen und Schülern verringern oder ausschließen. Es geht v.a. um die Entwicklung und Festigung folgender Kompetenzen: Vertrauen in das eigene Können und die Selbstwirksamkeit, Konflikt- und Problemlösungsfähigkeiten auf der Basis kommunikativer Fähigkeiten, Belastbarkeit, konstruktiver Umgang mit Misserfolgen, kritischer und selbstverantwortlicher Umgang in Grenzerfahrungen, Reflektion von Verhaltensmustern und Rollenschemata sowie die Fähigkeiten Gruppeneinfluss zu durchschauen und Gruppendruck standzuhalten.
Lernfelder für diese persönlichen Kompetenzen im schulischen Rahmen sind ein enges Vertrauensverhältnis der Schülerinnen und Schüler zu ihren Klassenlehrern/-lehrerinnen, die Zugehörigkeit zu einer Klassengemeinschaft und Gruppe, die soziale Sicherheit und Stabilität vermitteln, und eine Klasse wie auch eine Tischgruppe, in der systematisch Sozialkompetenz und Teamfähigkeit trainiert werden. Voraussetzung für diese Lernfelder ist eine Schulkultur, die auf Verantwortungsbewusstsein, Offenheit, Rücksichtnahme und Toleranz im freundlichen Umgang miteinander hinarbeitet. Zur Suchtprophylaxe im engeren Sinne gehören Information, Beratung und Betreuung sowie das Anleiten zu Verhaltensalternativen in einem vielseitigen, attraktiven Schulleben, durch die Förderung von Freizeitinteressen und die Unterstützung bei der persönlichen Profilbildung.
Es gilt, die Jugendlichen bei der Suche nach sinnvollen Perspektiven für das eigene Leben zu begleiten und zu stärken, gerade in einer durch massive Umbrüche und Veränderungen geprägten Lebensphase. In diesem Sinne nehmen wir als Gesamtschule auch die Verantwortung des erweiterten Erziehungsauftrages wahr, wozu entsprechend
unserem Selbstverständnis der Betreuungspädagogik gehört, bei Problemen zu helfen und gegebenenfalls für außerschulische Hilfe zu sorgen.
Schule, die Schülerinnen und Schüler nicht nur annimmt, sondern ernst nimmt, bezieht in ihrer Begleitung junger Menschen auch Anleitung, Leitung und Grenzziehung durch Reibung mit ein. Das Gewähren von Freiräumen für verantwortungsvolle Entfaltung verzichtet nicht auf klare Grenzziehungen. Dies bedeutet, dass Regeln formuliert, Verstöße geahndet und Sanktionen für alle transparent gemacht werden. Im Fall der Regelverletzung zielt die erzieherische Maßnahme auf Verhaltensänderung durch Einsicht und das Bemühen, die Gefährdung anderer auszuschließen. Auf der Grundlage des geltenden Regelrahmens bedeutet dies eine sinnvolle Balance zwischen einheitlichem Erziehungsverhalten und der Berücksichtigung der spezifischen Faktoren des Einzelfalls zu gewährleisten.

Schülerinnen und Schüler mit Profil

Versteht man individuelle Förderung so, dass man jedes Kind dort abholt, wo es steht, so ist der Blick auf die Interessen und Stärken des Kindes besonders gewinnbringend. Menschen, die für eine Sache brennen, bringen Höchstleistungen aus einer intrinsischen Motivation heraus, was wiederum ein erstarktes Selbstbewusstsein bewirkt. Koppelt man pädagogische Maßnahmen an den vorhandenen Fähigkeiten und spricht vorhandene Interessen und Stärken der Jugendlichen an, werden die daraus resultierenden Erfolge für das Weiterlernen auch an anderer Stelle motivieren. So wird der in Schulen durchaus verbreitete defizitorientierte Blick in einen stärkenorientierten Ansatz überführt.
Dies ist der vorrangige Grund, warum wir ab der 5.Klasse ein thematisch breit angelegtes, anregendes Angebot an Profil- und Schwerpunktklassen und -kursen machen, so dass jede Schülerin und jeder Schüler tatsächlich die eigenen Stärken einsetzen kann. Zum anderen bekommen Schülerinnen und Schüler von Klasse 5-10 wie auch in der Oberstufe dadurch die Möglichkeit ein persönliches Profil zu entwickeln und zu schärfen, was ihre Chancen in der Arbeits- und Berufswelt verbessert. Die Unterrichtsentwicklung in den Profil- und Schwerpunktklassen und –kursen ist zudem geprägt durch eine verstärkte Handlungsorientierung.

Profil- und Schwerpunktklassen ab Klasse 5: Die Musikklasse

Das Klassenmusizieren ist eng mit dem Leitgedanken unserer Schule verknüpft. In enger Kooperation mit der Musikschule wird seit 1999 je eine Lerngruppe jedes Jahrgangs als Musikklasse eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler erlernen über den Zeitraum von drei (perspektivisch vier) Jahren das Spielen auf Blasinstrumenten in sinfonischer Besetzung. Sie werden dabei von Instrumentalpädagogen der Musikschule Waldbröl und einem Musiklehrer der Gesamtschule unterrichtet und betreut. Nach Beendigung wie auch während des Projektes besteht die Möglichkeit des Eintrittes in die schuleigene Bigband oder die Teilnahme an den Kooperationsorchestern der Musikschule Waldbröl.

Das Fach Musik wird so zum ganzheitlich handlungsorientierten Musikunterricht. Musik wird über die Auseinandersetzung mit Instrumenten erfahren. Die reale Erlebniswelt der Musik wird damit grundsätzlicher Schlüssel zum Verständnis von Musik. Das Hören und Zuhören wird besser geschult und die musikalischen Strukturen können besser begriffen werden. Weiterführende Lerninhalte werden aus dem eigenen Tun heraus entwickelt. Das Lernen der fachlichen Kompetenzen ist durch den Anspruch hoher Eigenverantwortlichkeit und Verlässlichkeit geprägt. Nur wenn jeder übt und arbeitet, kann sich die Lerngruppe gemeinschaftlich musikalisch weiterentwickeln.
Der Ansatz des gemeinsamen Musizierens fordert gegenseitige Rücksichtnahme. Er fördert den Gruppengedanken und die Arbeit an einem gemeinsamen Gruppenziel sowie die Kritikfähigkeit und den Umgang mit Kritik. Es wächst eine Gemeinschaft zusammen, dadurch, dass der Einzelne seine Fähigkeiten einbringt. Dabei relativiert sich der Leistungsgedanke durch die erreichten Gruppenergebnisse. Soziales Lernen und die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft werden praktiziert und sind auf andere Lernfelder übertragbar.

Zur Organisation der Musikklassen:

Profil- und Schwerpunktklassen ab Klasse 5: Die Forscherklasse

Entsprechend der bereits beschriebenen pädagogischen Bedeutung von Schülerwettbewerben (s.o.) haben wir mit der Forscherklasse eine Möglichkeit gefunden, Schülerwettbewerbe bewusster zu nutzen und sie nicht mehr nur als schulisches Additum, also als isoliertes Zusatzangebot zu begreifen. Bei der Forscherklasse handelt es sich um ein zwei Jahre dauerndes Projekt, das erstmalig im 5.Jg. des Schuljahres 08/09 umgesetzt wurde, um so gesellschaftspolitisches und/oder naturwissenschaftliches Interesse von Schülerinnen und Schülern zu fördern und zu fordern.

Folgende schulische Rahmenbedingungen unterstützen dabei diese Orientierung der Forscherklasse: Insgesamt drei Stunden der Fächer Biologie, Physik, Technik oder GL und Stundenkontingente des Ganztages (KlaNa, AG) werden an einem Tag hintereinander in Form eines Projekt(nach)mittages von zwei Fachlehrern/-lehrerinnen unterrichtet, die zugleich Klassenlehrer/-lehrerin der Forscherklasse sind. Durch diese personelle Unterstützung werden Schülerinnen und Schüler von Anfang an die Methode des Projektlernens herangeführt wobei auch fächerübergreifendes Unterrichten seine bestmögliche Umsetzung finden kann. Die Wettbewerbsauswahl orientiert sich an den Richtlinien wie auch Lehrplänen der Schule. Um diesen Rahmenvorgaben gerecht zu werden, sind auch selbst initiierte Wettbewerbe – schulintern, schulformübergreifend in Waldbröl, das Netzwerk der oberbergischen Gesamtschulen nutzend – angedacht.

Profil- und Schwerpunktklassen ab Klasse 5: Die Kulturscout-Klasse

Die Kulturscout-Klasse wendet sich an Schüler/innen die vielfältig interessiert sind und gerne auf kulturelle Entdeckungstouren gehen. Die Teilnahme der Klasse am Projekt KulturScouts Bergisches Land ermöglicht den Schüler/innen ihr Klassenzimmer dreimal im Jahr an einen von 23 Kulturorten im Bergischen Land zu verlegen und vor Ort Kunst und Kultur zu erkunden. Auf diese Weise lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Kulturregion kennen oder entdecken sie neu. So werden Hemmschwellen abgebaut und kulturelle Themen können in einer offenen Lernumgebung erkundet werden.
Das Angebot im Projekt ist äußerst vielfältig. Es gibt faszinierende Kunst, große Musik, expressiven Tanz und fesselndes Schauspiel, historische Sammlungen oder archäologische Stätten zu entdecken. Die Inhalte werden stets anschaulich präsentiert, so dass sie für die Schüler aktiv erfahr- und erlebbar sind.
In einer wöchentlichen zusätzlich zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunde bereiten die Schüler/innen die Exkursionen vor und erstellen gemeinsam mit den Klassenlehrer/innen einen Bericht, in dem sie von ihren Erlebnissen erzählen und Ideen und Anregungen formulieren, die der Weiterentwicklung des Projektes dienen. Darüber hinaus entwickeln und erarbeiten die Schüler in dieser Stunde eigene Projektideen, mit denen sie auch an Wettbewerben teilnehmen.
Die Kulturträger vor Ort, wie z.B. die Stadtbibliothek oder die Kooperationspartner der Schule, wie z.B. die Studiobühne Siegburg, gehören dabei über das oben beschriebene Projekt hinaus ebenfalls zu den zu entdeckenden Kulturorten.

Profil- und Schwerpunktklassen ab Klasse 5: Die Fit-Klasse

In der Fit-Profilklasse stehen Bewegung und Gesundheit im Zentrum. Dem Schulsport bekommt für Kinder in einer Umwelt, deren Bewegungsangebot immer eingeschränkter wird, eine besondere Bedeutung zu. Vielfältige Zerstreuungsangebote werden oft im Sitzen praktiziert (Fernsehen, Computerspiele). Bewegungsinteressierten und bewegungsbegabten Kindern werden immer weniger Anreize geboten. Hinzu kommt der Konsum von zu fetten und kalorienreichen Lebensmitteln. Dem Bewegungsmangel in Verbindung mit ungesunder Ernährung sollte mit Blick auf die Gesundheit entgegengewirkt werden.
Schülerinnen und Schüler der Fit-Klasse sollen Spaß daran haben, sich zu bewegen und neue Bewegungsinhalte zu erlernen. In Zusammenarbeit mit dem Fach Hauswirtschaft werden zudem ernährungsphysiologische Themenbereiche behandelt und das eigene Ernährungsverhalten reflektiert. In den Profilstunden wird den Schülerinnen und Schülern Sport und möglichst auch Hauswirtschaft durch das Klassenlehrerteam angeboten. Bausteine anderer Fächer, z.B. Biologie und GL ergänzen den Blickwinkel der Kinder. Diese Unterrichtsinhalte werden vertiefend in den Profilstunden aufgegriffen.
Das Konzept der Fitklasse impliziert einen ganzheitlichen Erziehungsansatz. Ausgehend von den individuellen Voraussetzungen im körperlichen und motorischen Bereich sollen neben der Förderung im sportartenspezifischen Bereich auch soziale, emotionale und kognitive Dimensionen angesprochen werden. Die allgemeine Leistungsfähigkeit wird gestärkt und der Teamgedanke durch Gemeinschaftserlebnisse befördert. Die Schüler/-innen der Fit-Klasse sollen z.B. aufgrund ihres fairen und engagierten Verhaltens eine gesellschaftliche Vorbildfunktion übernehmen können.
Die Ziele der Fitklasse werden auch in Kooperation mit Vereinen verwirklicht, die Schnupperkurse ihrer Sportarten anbieten und dafür im Ausgleich leistungsstarken Nachwuchs erhalten. Die Zusammenarbeit mit den außerschulischen Kooperations-partnern bereichert die Erfahrungen insbesondere auch durch die Teilnahme an Wettbewerben. Auch Klassenfahrten und Ausflüge mit sportlichem Schwerpunkt bieten sich an (z.B. Hochseilgärten).
Nach der auf zwei Jahre konzipierten Fit-Klasse können sich die Schülerinnen und Schüler entweder verstärkt in einem Sport-Verein (im Detail in einem der nachfolgenden Kapitel nachzulesen) einbringen statt ein schuleigenes AG-Angebot wahrzunehmen oder ein schuleigenes sport- bzw. gesundheitsspezifisches Angebot wählen wie z.B. die Sporthelfer-Ausbildung oder den Schulsanitätsdienst.
Profilbausteine ab Klasse 8
Ein großer Teil der Ergänzungsstunden fließt in den Profilbereich der Jahrgänge 8 bis 10. Wir nutzen hierbei die Chance, die Berufsorientierung und die Medienkompetenz stärker zu verorten, sowohl durch Basisbausteine wie auch durch Angebote, das persönliche Profil zu schärfen. Darüber hinaus besteht in diesen dafür vorgesehenen Stunden die Möglichkeit, mit Latein eine weitere Fremdsprache zu erlernen, die für einen Übertritt in die Oberstufe notwendig ist.
Im 8.Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler quartalsweise den einstündigen Basis-Profilbausteinen Medienkompetenz (Schwerpunkt: Tabellenkalkulation) und Berufsorientierung wie auch den Förder-Forder-Bausteinen in den Fächern Deutsch, Mathematik oder Englisch zugewiesen. Die Anforderungen dieser Förder-Forder-Bausteine orientieren sich an den vorgegebenen Fach-Kompetenzen des 8. Jahrgangs, um im Sinne von Liftkursen einen bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen, wie auch an den Zielformulierungen der Lernstandserhebung.
Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 bietet der Profilbereich die Möglichkeit für sich interessante bzw. für den beruflichen Werdegang wichtige Aspekte kennen zu lernen. Ganz im Sinne der individuellen Förderung und der Stärken-stärken-Idee besteht so die Möglichkeit, durch Anwahl bestimmter Profilbausteine sein persönliches Profil zu schärfen. Hierzu können im Profilbereich halbjährige und einjährige 90-minütige-Kurse aus den Bereichen „Sport und Gesundheit“, „MINT“, „Kunst/Musik“, „Hauswirtschaft“, „Sprache“ und Bausteine zur Stärkung persönlicher und pädagogischer Kompetenzen gewählt werden. Somit besteht die Möglichkeit, das durch die Profil- und Schwerpunktklassen ab Klasse 5 gewonnene persönliche Profil weiter zu schärfen oder einen weiteren Bereich für sich zu entdecken. Bei erfolgreicher Teilnahme an einem Kurs erhält jede/r ein Zertifikat, das später eine Bewerbung um einen Studien- oder Ausbildungsplatz unterstützen kann.

Oberstufe

Die Schülerinnen und Schüler finden ab der Q1 keinen vorgegebenen Leistungskurs-Kanon vor, sondern im Sinne einer „Schule der Vielfalt“ passt die Gesamtschule Waldbröl ihr Leistungskurs-Angebot an den Bedarf der Schülerinnen und Schüler im Sinne einer persönlichen Profilschärfung an. In der Tradition der Profilbildung (Forscher / MINT, Fit / Sport & Gesundheit) in der Sekundarstufe I besteht grundsätzlich die Möglichkeit einen Physik- oder Sport-Leistungskurs anzuwählen. Eine Weiterführung eines kreativen Schwerpunkts ist durch das Angebot des Literatur-Kurses ebenfalls möglich. Im Bereich der Sprachen bietet das Grundkurs-Angebot der neu einsetzenden Fremdsprachen Spanisch und Russisch die Möglichkeit, sein Sprachenspektrum auszuweiten.
Vertiefende Kenntnisse in einem Fach können auch über die zusätzliche Anwahl von 90-minütigen Projektkursen in der Q1 für ein Jahr erfolgen, so dass auch hier sich die Möglichkeit der persönlichen Profilschärfung bietet. Projektkurse ermöglichen vertieftes wissenschaftspropädeutisches Arbeiten an thematischen Schwerpunkten, Raum für selbstständige Recherche und Planung sowie eigenverantwortliches Arbeiten im Team. Jahrgangübergreifende Zusammenarbeit ist möglich, wobei die Schülerinnen und Schüler der Q1, die diesen Kurs belegt haben, diesen mit einer schriftlichen Dokumentation beschließen, die die verpflichtende Facharbeit in einem anderen Kurs ersetzt. Forschungsergebnisse belegen, dass dieses freie und forschende Lernen nicht nur (besonders) Begabte fördert / fordert, sondern allen hilft. Wir bieten Projektkurse mit MINT-Schwerpunkten wie z.B. Robotik, Projekte mit dem Schwerpunkt Wirtschafts-wissenschaften wie z.B. den Gründerpreis (Wirtschaftswissenschaften), Projekte mit pädagogischem Schwerpunkt wie z.B. Peer Education (eine Weiterentwicklung des SamS-bzw. Paten-Konzeptes) wie auch andere Projektthemen wie Schulradio und Musik an.
Jahrgangsübergreifende, aber auch auf das Niveau der Oberstufe ausgerichtete AGs (SoRSmC, Börsenspiel) ergänzen das Angebot.

Patenkonzept

Das Patensystem der Gesamtschule Waldbröl wurde im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt und spezifiziert. Aktuell fußt es auf inzwischen drei Säulen.

SamS – Schüler arbeiten mit Schülern

Mit der Entscheidung, die Übungsstunden bzw. das AG-Angebot für jüngere Schüler der Jahrgänge 7 und 8 zeitlich mit dem Profilbereich der älteren Schüler zu koppeln (freitags von 11.15h bis 12.45h), wurde ein optimaler organisatorischer Rahmen geschaffen, um ein zuverlässig funktionierendes Nachhilfeangebot anzubieten.
Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 können den Profilbaustein „SamS-Tutoren“ anwählen. Vor Beginn ihres Einsatzes werden sie in einer Schulung vorbereitet und angeleitet, einem jüngeren Schüler oder einer Kleinstgruppe von Schülerinnen und Schülern in einem Fachgebiet Nachhilfe anzubieten und/oder sie darin zu unterstützen, ihr Lernen zu organisieren bzw. sie für das Lernen zu motivieren. Fester Bestandteil jeder Nachhilfezeit ist das Reflexionsgespräch der Tutoren mit dem für sie zuständigen begleitenden Erwachsenen, sodass aufgetretene Probleme direkt behandelt oder Planungen für die nächste Woche besprochen werden können. Die Einbindung der Klassen- und Fachlehrer über regelmäßigen Kontakt auch mit den Tutoren stellt sicher, dass die aktuellen Lernziele und –Inhalte richtig ausgewählt und umgesetzt sind.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten unentgeltlich und bekommen am Ende jedes Halbjahres ein Zertifikat. Die älteren Schülerinnen und Schüler werden sowohl von den Sozialpädagoginnen als auch von Lehrern begleitet. Dass dieses Projekt erfolgreich ist, zeigt sich nicht nur an der Verbesserung der schulischen Leistungen der SamS-Kinder, sondern auch an Schülerinnen und Schülern, die in jungen Jahren selbst das Nachhilfeangebot angenommen hatten, dann selbst SamS-Tutor wurden und nun unsere Oberstufe mit dem Berufswunsch besuchen, einmal selbst Lehrer zu werden.

Projekt Klassenpaten

Vor über fünf Jahren wurde die Idee der Klassenpaten von der SV der Gesamtschule Waldbröl entworfen. Zwei Schülerinnen oder Schüler der Jahrgangsstufe 11 – möglichst ein Junge und ein Mädchen – sollen Klassenpaten einer fünften Klasse werden. Diese Schülerinnen und Schüler unterstützen die Neuankömmlinge beim Start und der Integration in die Schulgemeinschaft der Gesamtschule, begleiten sie bei der ersten Klassenfahrt oder bei den Klassen-Projekten, helfen ihnen während Übungsstunden und/oder dem klassischem Unterricht und stehen stets als Ansprechpartner mit einem offenen Ohr zur Verfügung, z.B. wenn es einmal Stress auf dem Pausenhof gibt. U.a. bringen sich die Oberstufenschülerinnen und –schüler bei der Begleitung der Inklusionskinder mit ein und beteiligen sich an der Schulentwicklungsgruppe „Inklusion“. Die Paten stehen dabei in ständigem Kontakt mit den jeweiligen Klassenlehrerinnen und -lehrern und werden zudem von den Sozialpädagoginnen und den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern im Patenprojekt unterstützt. Zu diesem Zweck treffen sich viele Paten seit dem Schuljahr 2015/2016 jede Woche zu einem offenen „pädagogischen Sofa“ mit ihren Betreuern, um ihre Arbeit zu reflektieren und ggf. Lösungen für aufkommende Probleme zu erörtern. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 können im Rahmen des Projektkurses „Paten“ ihre Arbeit planen und auf Basis pädagogischer Überlegungen reflektieren (s.u.). Einmal im Jahr wird die Arbeit im Patenprojekt zudem durch die beteiligten Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrerinnen und Lehrern sowie den Sozialpädagoginnen über ein externes Seminar, welches in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung durchgeführt wird, evaluiert und weiterentwickelt.
Die Oberstufenschülerinnen und -schüler stellen für dieses Patenprojekt einen sehr großen Teil ihrer Freistunden unentgeltlich zur Verfügung. In Reflexionsphasen – sowohl auf dem jährlichen Patenseminar als auch im Rahmen des „pädagogischen Sofas“ – betonen die Oberstufenschülerinnen und -schüler, wie dankbar die Jüngeren sind, welchen positiven Einfluss man auf diese haben kann und wie auf diesem Wege die Schulidentität vermittelt und nachhaltig erhalten werden kann. Aus diesen Gründen war es für die Oberstufenschülerinnen und -schülern selbstverständlich, „ihre“ Klassen so lange wie möglich weiter zu begleiten, so dass sie „ihre“ Kinder auch in die Klassen 6 und 7 regelmäßig sehen und wichtige und gesicherte Ansprechpartner in Zeiten der Pubertät sind. Wichtige Gespräche wie z.B. „Wann ist man eigentlich cool?“ sind bei den Paten viel besser verortet als bei uns Lehrern.

Projektkurs „Paten“

Dieser Projektkurs wurde das erste Mal im Schuljahr 2014/15 für den 12.Jahrgang neben „Robotik“ und dem „Gründerpreis“ angeboten. Ging es zunächst darum, die Klassenpaten zu unterstützen, indem Oberstufenschülerinnen und -schüler in diesem Zeitfenster begleitet durch fachkundige Kollegen Projekte planen, durchführen, reflektieren und sich einfach auch einmal zusammen austauschen können, ohne nur auf eigene Freistunden zurückgreifen zu können, hat dieser Projektkurs schnell noch weitere Möglichkeiten eröffnet. In diesem Kurs finden sich von den fast 20 Oberstufenschülerinnen und -schülern nicht nur Klassenpaten wieder. Andere Oberstufenschülerinnen und -schüler haben sich bewusst auch für diesen Kurs gemeldet, um z.B. fachspezifische Angebote für jüngere Schüler zu eröffnen, wie z.B. fremdsprachenspezifische LRS-Förderung, MINT-Tage, oder Lese-Marathons. Inzwischen geht es in diesem Projektkurs neben der Klassenpaten-Idee genauso um die Begleitung bzw. Initiierung von schuleigenen Projekten. Auch Projekte, die über die Schulmauern hinausgehen – wie z.B. das Projekt „Balu und du“ mit Grundschülerinnen und Grundschülern – werden verfolgt.
Eine Besonderheit der Projektkurse in der Oberstufe ist, dass es nicht nur um das „Tun“ geht, sondern diese Projekte auch fachbezogen analysiert werden müssen und in Form von Projektarbeiten einen wissenspropädeutischen Ansatz verfolgen.

Genderkonzept

Der Blick auf Schulabschlüsse, Berufs- und Studienwahl wie auch auf die im späteren Alltag verlangten Sozialkompetenzen führen uns die Unterschiede im Sozial-, Lern- und Leistungsverhalten von Jungen und Mädchen vor Augen, so dass wir uns verpflichtet fühlen, der reflexiven Koedukation an unserer Schule gerecht zu werden, um auch im Bereich der geschlechterbewussten Selbstfindung Schülerinnen und Schüler optimal zu unterstützen. Anstelle von geschlechtsstereotypen Vorstellungen und einseitigem Rollenverhalten steht ein positives Verständnis von männlicher und weiblicher Identität mit allen damit verbundenen individuellen Stärken im Vordergrund unserer pädagogischen und fachlichen Arbeit. Es geht darum, Chancen für selbstbestimmte und selbstbewusste Entscheidungen zu eröffnen und damit dem Ziel von Mädchen und Jungen nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht zu werden, wie es sich in dem Streben nach einer qualifizierten Ausbildung mit anschließender langfristiger Erwerbstätigkeit ohne Verzicht auf Kinder und Familie zeigt.
Aus diesem Grund ist der Gender-Gedanke ein Grundprinzip unserer Schule: innerhalb der Klasse entspricht die Bildung der Tischgruppen dem Prinzip der Heterogenität in Bezug auf Leistungsvermögen, Arbeitshaltung und Geschlecht. Klassenleitungsteams aus Mann und Frau bringen sowohl die männliche als auch die weibliche Sicht in die pädagogische Arbeit mit ein und stellen Modelle für beide Geschlechter dar. Da beide Lehrpersonen auch gemeinsam die KL-Stunde leiten, gibt es auch die Möglichkeit, als ein Mittel der pädagogischen Arbeit geschlechtshomogene Teilgruppen zu bilden (Mädchen-/Jungenkonferenzen). Auch die Klassensprecherteams aus Jungen und Mädchen bzw. mit beiden Geschlechtern gleichmäßig besetzten Klassenräte teilen sich gleichberechtigt ihre Aufgaben für die Klassen. Angebote in der OA, AG, im Profilbereich, an Methodentrainingstagen und in Form von Projekten, Ausstellungen und Präsentationen bieten darüber hinaus Gelegenheit zur Identitätsstärkung und Angebote im Sinne des gender mainstreaming. Besonders die Bausteine zur Berufsorientierung und Lebensplanung sind dem Gendergedanken verpflichtet. Lehrerinnen und Lehrer verwenden Unterrichtsmaterial nicht ohne Überprüfung auf Geschlechterstereotypen und benutzen eine Geschlechter nicht diskriminierende Sprache im Unterrichtsalltag.
Der gemeinsame Unterricht von Mädchen und Jungen ist die Regel, im Fach Sport sollen in den Jahrgängen 9 und 10 möglichst geschlechtshomogene Gruppen eingerichtet werden.

Ganztag

Als Ganztagsschule stellen wir die Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler von 7.35h bis 15.20h sicher. Auch Phasen der Entspannung, Bewegung und der gesunden Ernährung sind notwendig für erfolgreiches Lernen. Die Aktive Pause in der Zeit von 9.40h bis 10.10h sowie die Offenen Angebote (OA) von 12.30h bis 13.15h bieten in diesem Sinne Möglichkeiten der sinnvollen Freizeitgestaltung. Ein Jahresplan („OA-Plan“) für alle Angebote bietet die dafür notwendige Transparenz und Planbarkeit für die gesamte Schulgemeinde.
Eine breite Palette an Offenen Angeboten (OA) und Arbeitsgemeinschaften (AG) unterstützt Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung, wird ihren Bedürfnissen gerecht, fördert und fordert sie angemessen und bietet unterschiedlichste Möglichkeiten und Anregungen für Erholung und Freizeitgestaltung:

  • Entspannung in der Teestube und im Café 19,
  • 5/ 6er-Raum als Treffpunkt für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5/ 6
  • 7/ 8er-Raum als Treffpunkt für die Schülerinenn und Schüler der Jahrgänge 7/ 8
  • „VIELFALTer“-Raum (ehemalige Bibliothek) als Raum zum Spielen, Basteln und Entspannen,
  • Bewegung im Circus, Tanzraum, Tischtenniskeller, Billardraum, den Fußball-, Basketball-, Kletter- und Spielangeboten auf dem Hof,
  • Engagement für die Schulgemeinde im Rahmen der Ersthelfer (Schulsanitätsdienst), der Aqua-Kids oder des Grünen-Daumen-Teams

Im AG-Bereich wählen die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Neigungen aus einer Palette der jeweils 90-minütigen AGs, z.B. Töpfern, Kochen, Astronomie, Chor, Big Band, Theater, Fußball (für Mädchen und Jungen), Schwimmen, Schul-Circus oder Tanzen. Die Teilnahme an den AGs ist für den 7.und 8. Jahrgang verbindlich – eine Ausnahme stellt die Teilnahme am Projekt „Verein+Schule“ dar (im Detail in einem nachfolgenden Kapiteln nachzulesen) -, jahrgangsübergreifendes Arbeiten im Rahmen der Profilkurse 9/10 ist auf Nachfrage möglich. Deshalb ist in diesem Zusammenhang auch das SamS-Projekt im AG-Bereich verortet. Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 ergibt sich ein Angebot in Abhängigkeit von der Profilklassen-zugehörigkeit. Für die AGs finden halbjährlich Neuwahlen statt.
Eine Vielzahl von Lehrerinnen und Lehrern sind aktiv im Freizeitbereich tätig. Sie betreuen Freizeit-Stationen, bieten Offene Angebote an oder leiten AGs. Auch Schülerinnen und Schüler sind im Sinne der peer education aktiv in der Gestaltung des Freizeitbereichs eingebunden. Sie arbeiten altersentsprechend verantwortlich in einzelnen Freizeit-Stationen, z.B. Spiele-Ausleihe, Teestube und Café 19, als Sport- und Pausen-Helfer oder als Umwelt-Guide. Es gibt regelmäßig besondere Angebote und Veranstaltungen, z.B. Turniere, Workshops, Präsentationen oder Tauschbörsen. Auch diese werden teilweise von Schülerinnen und Schülern organisiert.
Zudem ist die aktive Mitarbeit der Eltern ein wichtiger Bestandteil unseres Ganztagsangebots. Sie leiten AGs, engagieren sich in der Klassengemeinschaft, sind aktiv im Förderverein und realisieren besondere Projekte. Weiterhin bereichert eine langjährige verlässliche Zusammenarbeit mit verschiedenen außerschulischen Partnern
unsere Ganztagsangebote und ist durch die Attraktivität ein gelungenes Beispiel für die Öffnung von Schule.
In den Mensa-Räumen der Gesamtschule und im Freizeitbereich kann man sich gemütlich zum Reden, Erholen und angeregten Spielen aufhalten. Am Kiosk gibt es täglich zwischen 8.30h bis 13.00h ein reichhaltiges Sortiment an Speisen und Getränken. Darüber hinaus werden auch in der Teestube und im Café 19 kleine Speisen und Erfrischungen angeboten. Von montags bis donnerstags wird in der Mensa des Schulzentrums mittags ein warmes und gesund zubereitetes Mittagsessen durch die BWO auf Vorbestellung angeboten.
Weitere Elemente des Ganztags sind durch Lehrpersonal geleitete Übungsstunden z.B. für die Arbeit am Wochenplan, Forder- und Förderunterricht und die KL-Stunden.

Verein + Schule

Der Anspruch unserer Ganztagsschule ist es, dass neben dem Unterricht zusätzliche Bildungsangebote und Lernzugänge angeboten werden. Gesellschaftliches E